* 19.04.1905 in Frankfurt/Main
+ November 1944 bei Smolensk

Kurt Scheele begann 1922 sein theoretisches und praktisches Studium auf der Frankfurter Fachschule für Buchgewerbe bei Albert Windisch, einem Landschafts- und Bildnismaler und Schriftkünstler. Er erweiterte gleichzeitig seine Ausbildung bei dem Gewerbezeichner und Schriftkünstler Prof. Rudolf Koch in Offenbach.

1924 wechselte er zur Frankfurter Kunstschule zu Prof. Frank K. Delavilla, der sich als Maler, Bühnenbildner und Kunstgewerbler betätigte. Er nahm hier Unterricht im anatomischen Zeichnen und in künstlerisch-technischen Maltechniken.

Ab 1929 besuchte er die Malkurse der neu gegründeten Kunstschule von Martin Bloch und Anton Kerschbaumer, welche zeitweilig die Malklasse von Lovis Corinth besuchten.

Im gleichen Jahr wandte sich Kurt Scheele der Holzschnittkunst zu. Er erreichte darin eine große Fertigkeit, auch in der künstlerischen Gestaltung. Das brachte ihm sehr viel Anerkennung ein.

Große Ehrungen brachten ihm Ausstellungen in den Jahren 1924 - 1937 im In- und Ausland ein. Darunter waren Ausstellungen in Berlin, Bochum, Darmstadt, Göttingen, Hannover, Köln, Königsberg, Leipzig, Mannheim, Potsdam, aber auch in Chicago, Cleveland/Ohio, New York und Warschau, um nur einige zu nennen.

Die Museen in Aachen, Düren, Essen, Hannover, Köln, Krefeld, Wuppertal und in Chicago und Oslo kauften seine Werke.

Kurt Scheele war ein hochbegabter Künstler, der sich nach und nach vom Im- und Expressionismus löste und zur abstrakten Malerei eigener Prägung überging.

Ihm wurde 1937 die Mitgliedschaft in der Darmstädter Sezession angeboten. In Berlin hielt er Verbindung zu den Jury-Freien. Lob und Anerkennung kamen u.a. von Ernst Barlach, Emil Nolde, Karl Schmidt-Rottluff und Gerhart Hauptmann.

Bei den Machthabern des Dritten Reiches lösten seine Werke Mißfallen aus. Einige seiner Werke wurden beschlagnahmt und 1939 wurde für alle Werke Ausstellungsverbot erteilt.

Leider wurde sein Atelier in Berlin durch Bomben zerstört und damit auch ein Teil seiner Werke vernichtet.

1944 starb Kurt Scheele in russischer Gefangenschaft in Smolensk.





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